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Weight Watchers in Stufe III

Juli 2017 — Juli 2017 war Startschuss für die „Initiative Massiver Leichtbau Phase III“. 40 Firmen aus Asien, Europa und den USA forschen am Leuchtbaupotenzial schwerer Lkw und Hybridfahrzeuge. Gegenstand sind Getriebe, Antriebsstrang und Fahrwerk. Sommer 2018 sollen Ergebnisse vorliegen.

„Die Reduktion von CO2-Ausstoß und Gewicht zählt für die Automobilindustrie und damit ihre Massivumformer und Stahlhersteller zu den wichtigsten Themen. Die Zulieferkette für massivumgeformte Komponenten ist arbeitsteilig und sehr lang, so dass gemeinsame Weiterentwicklung für mehr Innovationen unbedingt notwendig ist“, sagt Hans-Willi Raedt, Vice President Advanced Engineering der Hirschvogel Automotive Group. Er ist Sprecher des Konsortiums für die Massivumformer. 2013 hatten sich zunächst 24 Betriebe der Massivumformung und Stahlherstellung in der „Initiative Massiver Leichtbau“ zusammengeschlossen. Sie wollten aufzeigen, welchen Beitrag die Massivumformung zum automobilen Leichtbau leistet. Experten beider Branchen hatten sich der Frage gestellt, wie einzelne Bauteile durch konstruktive, werkstoff- und fertigungstechnische Maßnahmen leichter werden können: von der Kurbelwelle über Getriebewellen und Zahnräder bis hin zur Schraube.

In Projektphase I hatten optimierte Bauteile eines Mittelklasse-Pkw das Gewicht im Schnitt um 10 % und 42 kg Gewicht senken können. Bei einem leichten Nutzfahrzeug in Projektphase II waren es gar 99 kg. „Wir haben gezeigt, dass moderne Stahlwerkstoffe in der Schmiedetechnik entscheidenden Beitrag zu den Leichtbauanforderungen der Fahrzeugbranche leisten. Die Studien zeigen, dass neue Ideen Wettbewerbsvorteile gegenüber konkurrierenden Fertigungsverfahren und Werkstoffen schaffen“, berichtet Thomas Wurm. Er ist Leiter Technische Kundenberatung und Anwendungsentwicklung bei der Georgsmarienhütte GmbH und Sprecher für die Stahlhersteller.

Die fruchtbare Zusammenarbeit unter Federführung des Industrieverbands Massivumformung und des Stahlinstituts VDEh setzen in Projektphase III 40 internationale Partner fort. Untersucht wird das Leichtbaupotenzial massiv umgeformter Komponenten in Antriebsstrang und Fahrwerk eines Hybrid-Pkw – eine Fahrzeuggattung, deren Bedeutung in den nächsten Jahren bis zur vollständigen Elektrifizierung der Pkw stark wächst. 2015 war zudem Start für ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Vorhaben mit zehn Instituten und Lehrstühlen. Es soll mit Hilfe neuer Stähle, Bauteilkonstruktionen und Fertigungsmethoden den Pkw-Antriebsstrang noch leichter und dennoch hohe Lebensdauer möglich machen.

Industrieverband Massivumformung e. V.
Goldene Pforte 1, 58093 Hagen
Ansprechpartner
ist Dorothea Bachmann Osenberg
Tel.: +49 2331 958830
info@massiverleichtbau.de
www.massiverleichtbau.de

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