UMFORMtechnik
4/2011 November

Bei der Metallreinigung fällt immer noch zu viel Abwasser an.
Bild: Breuer
Waschbäder schnell regeneriert
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Gleich ob Entfetten oder Reinigen: Jeder neue Badansatz ist ein Produktionsausfall für Stunden oder mehr. Richtige Pflege kann die Gebrauchsdauer verlängern. Schon geringe Mengen eines speziellen Emulsionsspalters treiben das emulgierte Öl an die Oberfläche. Den Rest besorgt ein Ölabscheider. Fertig. Im Grundsatz gilt, dass bei der Metallreinigung immer noch zu viel Abwasser anfällt. Es muss aufwendig behandelt werden, um es wieder in den Kreislauf zu bringen. Dies bedeutet Kosten: einerseits für den neuen Badansatz, andererseits für teure Entsorgung. Zudem belasten häufige Badwechsel die Umwelt. Stand der Technik ist, dass sich dies verhindern lässt.
Viele der heute verwendeten Entfettungs- und Reinigungs-Produkte sind von Haus aus bereits demulgierend eingestellt. Dies bedeutet, dass die vom Substrat abgewaschenen Öle und Fette an der Badoberfläche mit geeigneten Ölabscheidern schnell separiert werden können. Mehr oder weniger lange Zeit funktioniert dies auch. Nach einiger Zeit jedoch geht die demulgierende Wirkung der Reiniger verloren. Grund für die Abnahme der guten Trenneigenschaften sind die eingesetzten Öle, Fette, Emulsionen und synthetische Kühlschmiermittel. Sie enthalten Additive zur Stabilisierung und Emulgatoren zur Verbesserung ihrer Eigenschaften. Dies hat zur Folge, dass auch Metallreiniger mit besten Demulgiereigenschaften zwar kurze Zeit entfettet oder reinigt, aber die gewünschte, rasche Ölabtrennung nicht mehr vorhanden ist, wenn die Additive in dem Reinigungssystem die Oberhand gewonnen haben. Deshalb ist der Zusammenbruch des Reinigungssystems programmiert was bedeutet, dass das Reinigungsbad viel zu früh erneuert werden muss.
Bei richtiger Badpflege hätte die Möglichkeit bestanden, die Gebrauchsdauer um ein Vielfaches zu verlängern. Ein neuer Badansatz heißt aber Produktionsausfall für einige Stunden oder gar mehr, Entsorgung der warmen Badflüssigkeit. Aufheizen der frisch angesetzten, kalten Reinigerlösung auf die gewünschte Betriebstemperatur, In vielen Fällen findet eine externe Entsorgung statt, was zu erheblichen organisatorischer Mehrbelastung führt. Alles in allem könnten all diese lästigen und teuren Begleiterscheinungen, welche mit einem vorzeitigen Badwechsel verbunden sind, der Vergangenheit angehören. Schon geringe Mengen eines speziellen Emulsionsspalters – Erfahrungswerte liegen bei 250 ml pro 1000 l Reinigerflüssigkeit – treiben das einemulgierte Öl an die Badoberfläche. Der Zusatz des Emulsionsspalters kann während der laufenden Reinigung erfolgen. Die Anlage wird deshalb nicht abgestellt. Es geht keine Produktionszeit verloren. Nachdem das Öl spontan an die Badoberfläche gestiegen ist, wird es durch einen normalen Ölabscheider separiert. Das Reinigungsmedium ist jetzt wieder ölfrei und frisch, sofern nicht unlösliche Bestandteile wie Späne oder Schlamm eine weitere Verwendung nicht ratsam erscheinen lassen.
Breuer Industrieberatung
Am Hügel 24, 50169 Kerpen
Tel.: +49 2273 6016188
E-Mail: ub@metallreiniger.de
Internet: www.metallreiniger.de
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