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4/2011 November
 
 
 Der Laufholm der Schmiedepresse ist über vier Säulen mit jeweils vier Ringkolben – je 1600 mm Durchmesser und Pmax 350 bar – verbunden.<br>
Der Laufholm der Schmiedepresse ist über vier Säulen mit jeweils vier Ringkolben – je 1600 mm Durchmesser und Pmax 350 bar – verbunden.
Bilder: Siempelkamp
 Das Konzept der neuen Präzisions-Gesenkschmiede für die russische Electrostal.<br>
Das Konzept der neuen Präzisions-Gesenkschmiede für die russische Electrostal.
Umformmaschinen

Schmiedepresse für Superlegierungen

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Die russische OAO Electrostal hat Siempelkamp eine Gesenkschmiedepresse mit einer Presskraft von 20 000 t in Auftrag gegeben. Auf der Maschine sollen Teile aus Superlegierungen auf Nickelbasis hergestellt werden. Sie ist die erste dieser Größenordnung mit einer integrierten Gesenkbeheizung. So erzielt die Presse auch bei schwer schmiedbaren Werkstoffen wie Inconel eine hohe Präzision.
Electrostal wird die Wertschöpfungstiefe der eigenen Produktion mit der Siempelkamp-Maschine erhöhen und in Zukunft vermehrt Endprodukte aus hoch legierten Stählen fertigen. Mit der Presse, die voraussichtlich Anfang 2013 in Betrieb genommen wird, will das Unternehmen aus der Stadt Electrostal in der Nähe von Moskau neue Märkte erschließen. Mit der Presse wird das Unternehmen unter anderem hoch warmfeste Schmiedeteile mit Abmessungen bis zu 1200 mm Länge und 800 mm Breite bei einem Gewicht bis zu 800 kg herstellen, die – zum Beispiel in Flugzeugturbinen oder Kraftwerken – erhöhten thermischen Belastungen unterliegen. Da bei den Schmiedeteilen sehr enge Maßtoleranzen einzuhalten sind, legt Siempelkamp auch bei der Konstruktion der Führungselemente besonderen Wert auf Präzision.
Da beim Schmieden von Superlegierungen wie Inconel spezielle Bedingungen eingehalten werden müssen, beauftragte der Kunde Siempelkamp, die Presse mit einer integrierten Gesenkbeheizung auszustatten. Sie erwärmt die Gesenke auf bis zu 800 °C. Darüber hinaus kann die Umformgeschwindigkeit gezielt dem Prozess angepasst werden. Das Ergebnis sind endabmessungsnah gefertigte Teile und höchste Reproduzierbarkeit der Produktqualität. Eine besondere Herausforderung bei diesem Auftrag ist, dass die gesamte Höhe der Presse wegen einer vorhandenen Kranbahn nur 9 m über dem Hallenflur betragen darf. Deshalb wird Siempelkamp die Presse als Unterflur-Konstruktion realisieren. Der Laufholm der Schmiedepresse ist über vier Säulen mit jeweils vier Ringkolben – je 1600 mm Durchmesser und Pmax 350 bar – verbunden. Die Kolben sind entsprechend in den im Unterholm angeordneten Zylindern positioniert. Die vier als vorgespannte Zuganker ausgeführten Säulen dienen der Kraftübertragung. Die hydraulisch automatisch nachstellbare Pressenführung ist von den Elementen der Kraftübertragung entkoppelt; dadurch werden gegenseitige Beeinflussungen von Kraftübertragungs- und Führungskomponenten vermieden.
Siempelkamp liefert mit dieser Presse erneut eine Komplettlösung für das Schmieden komplexer Bauteile einschließlich Hydraulik und Elektrik, Werkzeug-Beheizungseinrichtung, Beschick- und Sprühroboter und einem Schmiedemanipulator. Transport und Montage der Presse werden ebenfalls von den Fachabteilungen von Siempelkamp betreut.
Die Maschine wurde in Krefeld konstruiert. Mit Simulationssoftware auf dem Stand der Technik stellt Siempelkamp sicher, dass die Presse nicht nur die geforderte Genauigkeit erzielt, sondern alle Komponenten auch über die gesamte Betriebslaufzeit der Presse dauerfest sind. Die bis zu 260 t schweren Hauptkomponenten der Presse werden zurzeit in Krefeld gegossen. Der Transport wird – unter anderem wegen der möglicherweise ungünstigen Witterungsbedingungen während des russischen Winters – im Sommer 2012 stattfinden. Die Inbetriebnahme der Gesenkschmiedepresse ist für Anfang 2013 geplant.



Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH+Co. KG
Siempelkampstraße 75, 47803 Krefeld
Tel.: +49 2151 92-0
Fax: +49 2151 92-5683
E-Mail: info@siempelkamp.com
Internet: www.siempelkamp.com
 
 
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