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4/2011 November
 
 

Rührreibschweißen von Aluminium und Stahlwerkstoffen

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Düsseldorf/D (Fosta) – Das Forschungsvorhaben „Werkstoff- und prozesstechnische Qualifizierung des FSW für die stahlintensive Hybridbauweise" (IGF 15686 P 754 hat das Fachgebiet Füge- und Beschichtungstechnik der Technischen Universität Berlin erfolgreich abgeschlossen, berichtet die Forschungsvereinigung Stahl (Fosta). In dem Vorhaben wurden Stumpfstoß- und überlappende Rührreibschweiß-Verbindungen von Aluminium und Stahlwerkstoffen hergestellt. Neben gleichartigen und artfremden Aluminiumverbindungen lassen sich durch Rührreibschweißen auch Aluminium und Stahl fügen. Dabei muss das Werkzeug so positioniert werden, dass es nur geringfügig in den Stahl eindringt und nur die Oberfläche im Stoßbereich deformiert und Oberflächengrenzschichten entfernt, damit das plastifizierte Aluminium eine Verbindung eingehen kann. Im Stumpfstoß wird die Werkzeugachse gegenüber dem Stoß in Richtung Aluminium versetzt, im Überlappstoß wird die Stiftlänge geringfügig länger als die Blechdicke des Aluminiumfügepartners gewählt und das Aluminium über dem Stahl angeordnet. Die Oberfläche des Stahlfügepartners wird durch die Reibung mit dem Werkzeugstift deformiert, Oberflächen-Grenzschichten werden entfernt, so dass eine metallisch blanke, aktivierte Grenzfläche entsteht, mit der das plastifizierte Aluminium eine Bindung eingehen kann. Es entstehen nur sehr dünne Diffusionsbereiche. Von der Stahloberfläche abgetrennte Partikel werden in der Aluminiummatrix der Rührzone eingebettet und es kann ein Grat entstehen, welcher diese Rührzone hineinragt. Im Überlappstoß kann dieser Grat zu einer Reduzierung der Festigkeit führen und sollte deshalb minimiert werden. Vorraussetzung ist eine Plastifizierung des Aluminiums und eine Deformierbarkeit der Stahloberfläche sowie die Verfügbarkeit geeigneter Hartmetalle für duktile Stähle und Anlagentechnik, die über die erforderliche Kinematik und Kräfte verfügt. Bei Aluminiumverbindungen tritt lochförmige Korrosion auf, es kann keine interkristalline Korrosion beobachtet werden. Die Aluminium-Stahl-Mischverbindungen zeigen hingegen interkristalline Korrosion am Aluminiumwerkstoff. Hier sind besondere Maßnahmen zum Korrosionsschutz erforderlich. Das IGF-Vorhaben 15.686 wurde über die AIF gefördert.
Info: www.stahl-online.de


 
 
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