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4/2011 November
 
 
 Für 2012 rechnet das RWI mit anhaltender, aber schwacher Expansion der Weltwirtschaft. Für den Jahresdurchschnitt 2011 zeichnet sich bei der Rohstahlerzeugung ein Plus von 8 % ab.<br>
Für 2012 rechnet das RWI mit anhaltender, aber schwacher Expansion der Weltwirtschaft. Für den Jahresdurchschnitt 2011 zeichnet sich bei der Rohstahlerzeugung ein Plus von 8 % ab.
Bild: Stahlzentrum

Rückläufige Stahlerzeugung in Deutschland zu erwarten

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Essen/D (RWI) – Die Rohstahlproduktion in Deutschland wird 2011 voraussichtlich um 0,2 % zunehmen und im kommenden Jahr um 7,9 % sinken. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Stahlbericht des Rheinisch-Westfälische Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Die weltweite Stahlproduktion werde 2011 und 2012 nur verhalten zunehmen. Treibende Kraft dürften dabei die Schwellenländer bleiben, während die Stahlproduktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften eher weiter zurückgehen dürfte. Die Stahlbranche hatte sich rasch von der Rezession erholt. Im Frühjahr 2010 lag die Monatsproduktion bei über 4 Mio. t. Bei weiter aufwärts gerichteter Nachfrage schwankt sie seitdem um einen Wert von 3,7 Mio. t pro Monat. Dies entspricht einer Kapazitätsauslastung von 86 %. Die Schwankungen sind zum einen Folge des Lagerzyklus. So wurden in der ersten Jahreshälfte 2010 wie auch 2011 die Lager aufgestockt. Es folgte jeweils ein Lagerabbau in der zweiten Jahreshälfte. Zudem wurde 2011 in vielen europäischen Ländern über Konjunkturprogramme die Kfz-Nachfrage gefördert. Dies führte zu vermehrten deutschen Stahlexporten für die ausländische Automobilindustrie. Als die Förderprogramme im Verlauf 2010 ausliefen, sank die Stahlausfuhr. Gleichzeitig stiegen die Importe nach Deutschland, weil durch das kommunale Investitionsprogramm vermehrt gebaut wurde. Dafür kamen weitgehend Stahlsorten aus dem Ausland zum Einsatz. Seit Frühjahr 2011 ist die Handelsbilanz mit Walzstahl negativ. Es wird also ein- als ausgeführt. Seitdem gibt die inländische Erzeugung nach. Für den weiteren Verlauf 2011 erwartet das RWI eine fast gleich bleibende, für 2012 eine rückläufige deutsche Rohstahlproduktion. Sie dürfte 2011 um 0,2 % steigen, gehe 2012 aber um 7,9 % auf 40,4 Mio. t zurück. Die Gründe sind vielfältig: Zum einen dürfte die Produktion der Stahlverwender wegen nachlassender Investitionsdynamik 2012 nur noch um 1,4 % steigen. Zudem dürften die gefüllten Lager geleert werden und die Exporte wegen der flauen Konjunktur im Euro-Raum nur verlangsamt wachsen. Das RWI rechnet für 2011 und 2012 mit einer zwar anhaltenden, aber schwachen Expansion der Weltwirtschaft. Für den Jahresdurchschnitt 2011 zeichnet sich bei der Rohstahlerzeugung zwar ein Plus von knapp 8 % ab. Dieses resultiert aber allein aus dem hohen statistischen Überhang und dem kräftigen Zuwachs zu Jahresbeginn, während aktuell die Erzeugung leicht sinkt. Für das kommende Jahr ist mit einer allmählichen Produktionsausweitung zu rechnen, da die dämpfenden Effekte in Japan wohl wegfallen werden und wieder mit allmählichem Lageraufbau zu rechnen ist. Allerdings wird die Zunahme mit 5 % im Jahresdurchschnitt verhalten sein.
Info: www.rwi-essen.de/publikationen/rwi-konjunkturberic...


 
 
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