
Mit Sicherheit gute Geschäfte
Die Sicherheitsnormen sind strikter geworden. Vor allem in Europa wächst damit der Markt für Maschinensicherheit. Um mitzuwirken, brauche es indes mehr als den obligaten Maschinenzaun, sagt Frost+Sullivan. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung nennt Umsätze und Umstände für das boomende Geschäft.
Systeme für Maschinensicherheit sorgen im Idealfall für unfallfreie, störsichere und stabile Prozesse und Arbeitsumgebungen. Aber auch, wenn dies im Industriealltag nicht immer gelingt: Sie steigern unter dem Stich die Produktivität und Rentabilität ganzer Produktionsanlagen. Dies wiederum bessert die Marktperspektiven der jeweiligen Branche. Viele Unternehmen haben erkannt, dass sich mit Sicherheit gute Geschäfte machen lassen.
Eine Studie des Consulters Frost+Sullivan bestätigt dies. Laut „Strategic Analysis of the European Machine Safety Market“ (M604) hat der europäische Markt für Maschinensicherheit 2010 in Höhe von 422 Mio. US-Dollar Umsätze gemacht. Bis 2017 sollen diese auf 565,6 Mio. US-Dollar wachsen. „Das steigende Bewusstsein für den Nutzen von Systemen für Maschinensicherheit wird die Nachfrage nach derartigen Systemen ankurbeln“, erklärt Katarzyna Owczarczyk, bei Frost+Sullivan Research Analyst. „Es besteht enorme latente Nachfrage mit guten Chancen für die sicherheitstechnische Nachrüstung von Anlagen mit obsoleten Systemen.“
Lösungen für die Maschinensicherheit verbessern die Gesamtanlagen-Effektivität von Maschinen. Sie optimieren die Betriebszeit, indem sie die Anzahl außerplanmäßigen Abfahrens verringern. Dies ist vor allem für solche Unternehmen entscheidend, die in wettbewerbsintensiver Umgebung tätig sind und durch effizienten Betrieb nach besseren Gewinnspannen streben müssen. „Durch eine längere Betriebszeit steigt auch die Rentabilität der Prozesse. Der von der Maschine geleistete Durchsatz lässt sich steigern“, kommentiert Owczarczyk. Mit Sicherheitsnetzwerken und speicherprogrammierbarer Steuerung (SPS) kann eine Gruppe von Maschinen eines gesamten Prozesses von einem einzelnen Masterpanel kontrolliert werden und so die Sichtbarkeit verbessern und das Effizienzniveau unter Kontrolle halten.“
Die traditionelle Methode der festverdrahteten Relais erfordert eine aufwändige Wartung, wobei das System oft vom Wartungspersonal abgeschaltet werden muss. Aufgrund der technischen Entwicklung sind Fehlererhebung und Wartung jedoch inzwischen einfacher. Neben betriebsbezogenen Vorteilen wird außerdem die Installierung von Systemen zur Maschinensicherheit rationalisiert. Die Optimierung der Kosten für den Betrieb der Maschine geht mit größerer Produktivität als Ergebnis der längeren Betriebszeit einher.
Eine der größten Herausforderungen für Hersteller besteht in der Verschiebung von einem traditionellen, auf Komponenten basierten Geschäft zu einem Ansatz mit integrierter Gesamtlösung. Die integrierte Gesamtlösung hat Vorteile gegenüber den traditionellen Geräten im Hinblick auf Diagnosefähigkeit, Online-Reparaturen und Fehlererhebung.
Ein und derselbe Ansprechpartner
Außerdem ist die Wartung einer integrierten Lösung einfacher als bei festverdrahteten traditionellen Systemen. „Die Betreiber der Fertigungsanlagen sind auch an größerer Flexibilität interessiert. Daher wählen sie ungern unterschiedliche Anbieter für mehrere Anwendungen“ gibt Owczarczyk zu bedenken. „Das Anbieten von integrierten Gesamtlösungen führt zu wechselseitiger Zufriedenheit bei Kunden und Anbietern. Der Faktor Kundenbindung nimmt dabei mit dem Umsatz zu, da sich wiederholte Käufe, Reparaturen und Nachrüstungsaufträge beim selben Anbieter ergeben.“ Hersteller mit einem auf Komponenten basierendem Produktportfolio sollten daher ihre Geschäftsstrategien neu abstimmen. Um dem Bedarf nach integrierten Lösungen zu entsprechen, sollten Unternehmen komplett neue Portfolios erstellen oder eine Auslagerung erwägen, um eventuelle Lücken in der Produktlinie zu schließen.
Die „Studie Strategic Analysis of the European Machine Safety Market” ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Industrial Automation+Process Control. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.
Sichere Anlagen, mehr Laufstunden
Frost+Sullivan bietet sich als Partner für Unternehmen an, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Dienstleistungen wie Growth Partnership Services und Growth Consulting sollen helfen, Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Expansion ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, hat Frost+Sullivan über einen soliden Bestand an Marktinformation und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Zu den Kunden zählen sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investitionsgüterbranche.
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