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2/2010 Juni
 
 

Max-Planck-Institut für Eisenforschung analysiert mit Hightech

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Düsseldorf/D (MPI) – Das Düsseldorfer Max-Planck-Institut (MPI) für Eisenforschung hat ein hoch modernes Gerät für die Atomsonden-Tomographie angeschafft. Bei dieser Technik werden mit Hilfe elektrischer Hochspannung und eines Lasers Atome aus einer Spitznadel-förmigen Probe heraus gelöst und ihre Masse bestimmt. So erhält man nicht nur Information über die Art der verschiedenen Teilchen, sondern erfährt mit Hilfe eines Rechners auch, wo ihre ursprüngliche Position in der Probe war. Die Probe kann dann dreidimensional auf dem Bildschirm abgebildet werden. Die Wissenschaftler erhalten so detaillierten Einblick ins Innerste des Werkstoffes und können erkennen Verunreinigungen von wenigen tausendstel Prozent, die die Eigenschaften eines Werkstoffs wie Härte und Verformbarkeit entscheidend bestimmen. Extrem wichtig für Abteilungsleiter Dierk Raabe ist, dass sich mit diesem speziellen Gerät nicht nur Stähle, sondern auch Halbleiter oder sogar biologische Materialien bis in den atomaren Bereich analysieren lassen. Diese spezielle Apparatur zur Werkstoffdiagnostik ist in Deutschland einzigartig. Das MPI für Eisenforschung wurde 1917 gegründet und ist eins der ältesten der deutschlandweit 80 Max-Planck-Institute. Es betreibt Spitzenforschung im Bereich Stahl und anderer Hochleistungswerkstoffe und beschäftigt 150 Wissenschaftler.


 
 
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