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2/2010 Juni
 
 
 Geldwerte Kenntnis über aktuelle Partikelmengen entsprechend den drei ISO-Klassen und deren Veränderung im Test und beim Wechsel der Patrone.<br>
Geldwerte Kenntnis über aktuelle Partikelmengen entsprechend den drei ISO-Klassen und deren Veränderung im Test und beim Wechsel der Patrone.
Bilder: Hydac
 Links im Bild die beiden Anschlüsse des Sensors CMS 200 an die Ölwanne.<br>
Links im Bild die beiden Anschlüsse des Sensors CMS 200 an die Ölwanne.
HILFSSTOFFE

Aufschlussreicher Blick ins Öl

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Der Zustand von Hilfs- oder Betriebsstoffen lässt sich mit relativ einfacher Technik überwachen. Gleichzeitig können die Verschmutzung und Alterung bestimmt werden. Hydraulikhersteller Casappa hat damit überraschende Qualitäts- und Sparvorteile erzielt. Das italienische Unternehmen arbeitet mit einem Condition-Monitoring-System von Hydac.

Bei Anlagen im Dauerbetrieb bedeutet jede Störung Zeit- und Geldverlust. Oder anders gesagt: Gute Filtration und die Kenntnis von Ölzustand, -qualität und Verschmutzung sind ein geldwerter Schritt zur Betriebssicherheit. Dies kann auch für Hersteller von Prüfständen wichtig sein. Ein solide arbeitendes Condition-Monitoring-System macht’s möglich. Der italienische Hydraulikhersteller Casappa etwa arbeitet mit Prüfständen in Forschung und Entwicklung sowie der Produktion. Eine weitere Gruppe von Prüfständen wird für die Dauerprüfung von Pumpen, Motoren und Stromteilern eingesetzt. Jede der 14 Stationen hat einen eigenen Tank und 3 µm feine Filter. Ihre Überwachung war nicht nur wegen der Feststoffpartikel wichtig, sondern auch, um die Alterung des Öls zu kontrollieren. Bei Prüfständen mit ständiger Druckbelastung sind definierte Wechselzyklen obligatorisch.
Außerdem wichtig ist die Kontrolle der Viskosität. Veränderungen wirken sich unmittelbar auf die Betriebsparameter der Pumpe aus, wie die Volumenleistung. Die Prüfstände in der Produktion müssen mehreren Forderungen gerecht werden: jeder ist eine Anlage, die den Produktionszyklus ergänzt. Die Stationen werden von allen gefertigten Pumpen und Motoren passiert. Zwölf Mehrstationen-Prüfstände mit 24 Stationen sind in Betrieb. Diese müssen auch Feststoff-Verschmutzungen eliminieren. Jeder Prüfstand hat daher zwei Behälter: der eine für das schmutzigere Öl, das für die Inbetriebnahme der Pumpe und das Einlaufen verwendet wird und in dem sich das Gros der Verschmutzungen sammelt. Der zweite, so genannte Spülbehälter dient für die Endphase der Prüfung und die Reinigung der Pumpe. Sie fördert in dieser Endphase große Ölmengen, um letzte Partikel zu separieren. Unterschiedlich ist auch die Filtration in den beiden Behältern: In dem einen befinden sich ein Vorfilter und ein Filter mit 25 µm Feinheit sowie ein 10-µm-Offline-Filter. Im Spülbehälter ist ein Filter mit 3 µm vorgesehen. Auch die Überwachung der Behälter ist unterschiedlich. In dem Behälter für die Einlaufphase ist der Partikelsensor entscheidend. Er registriert Feststoff-Verschmutzungen und steuert den Austausch der Filterpatronen.


Druck und Durchfluss müssen passen

In der Produktion ist die Kontrolle der Ölalterung weniger wichtig, da durch die große Zahl der Prüfungen pro Tag beachtlicher Ölverbrauch entsteht. Verschiedene Geräte haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass beim Verschmutzungs-Sensor Durchfluss und Druck kontrolliert werden. Auch unter diesen Aspekt hat Casappa sich für den Sensormodul CSM 2000 entschieden - ein autarkes Aggregat mit Motorpumpe. Die eingesetzte Version hat einen Ethernet-Ausgang, der den Anschluss jedes Geräts an das EDV-Netzwerk ermöglicht und in Echtzeit die Überwachungsdaten verwaltet. Hydac hat darüber hinaus entsprechend Casappas Pflichtenheft eine Software entwickelt, mit der sich bis zu 30 installierte 30 Module überwachen und deren Daten verwalten lassen. Bei den Prüfständen in der Forschung und Entwicklung wird CSM 2000 durch ein so genanntes Hydac Lab ergänzt: ein multifunktionaler Sensor, der relative Feuchte sowie Änderungen der Viskosität und der Dielektrizitäts-Konstante überwacht. Bei den Prüfständen in der Produktion wird CSM 2000 ergänzt durch einen Sensor, der Wasser im Öl erfasst.
Pietro Dardani, Leiter Versuchsdurchführung bei Casappa, ist von der Condition-Monitoring-Lösung angetan. Bis dato erfolgte die Kontrolle durch die Entnahme von Ölproben in festgelegten Intervallen, die dann in einem Feststoff-Partikelzähler geprüft wurden. Der Zeit- und Kostenaufwand war hoch. Mit dem Hydac-System ließen sich bei den Forschungs-Prüfständen die Intervalle für den Ölwechsel und den Austausch der Filterpatronen verlängern. Weiterer Faktor sei die Zeitersparnis: „Früher musste eine Person jede Woche eine Ölprobe an allen 14 Prüfständen entnehmen sie mit einem mobilen Sensor prüfen - eine aufwändige Arbeit mit zeitversetztem Ergebnis.“ Pietro Dardani und sein Team sind überzeugt, dass der Ölverbrauch im ersten Jahr um 25 % reduziert werden kann.



Hydac Filter Systems GmbH
Stefanie Kuhn
Industriegebiet, 66280 Sulzbach/Saar
Tel.: +49 6897 509-1591
Fax: +49 6897 509-846
E-Mail: Stefanie.Kuhn@hydac.com
Internet
: http://www.hydac.com
 
 
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